Egal wie wir es bezeichnen....
Es geht immer darum, dass ein neutraler Dritter versucht, das Paar zu verstehen
und ein Stück auf seinem Weg zu begleiten. Durch Neutralität, Distanz
und Professionalität kann der Therapeut dazu beitragen, die Ängste,
Sorgen, Wünsche und Bedürfnisse jedes einzelnen aufzudecken. Er hilft
dadurch, neue Wege zu finden und auszuprobieren.
Partnerschaft ist die wichtigste Quelle unseres Wohlbefindens und unserer Kraft.
Wir reden Klartext
Paare, die zur Beratung/Therapie kommen, stehen meistens unter großem
Druck. Die Probleme, die das Paar belasten, existieren in der Regel schon über
einen längeren Zeitraum, obwohl es oft einen "Auslöser"
für die Kontaktaufnahme zum Therapeuten/zur Therapeutin gibt. Solche Auslöser
können z.B. Außenbeziehungen sein.
Die ersten Therapiesitzungen haben das Ziel, die Wünsche und Erwartungen
an die Partnerschaft und die Ängste jedes Einzelnen herauszufinden. Wichtig
ist dabei die klare und offene Kommunikation, auch wenn das, was gesagt wird,
sehr weh tun kann. Klarheit ist immer noch besser als Unsicherheit. Manchmal
sind viele Gespräche notwendig, um diese Klarheit zu erreichen. Aber nur
so lassen sich Ängste überwinden und notwendige Entscheidungen treffen.
Weitere Themen, die häufig in Paargesprächen bearbeitet werden:
Das Paar selbst bestimmt die Anzahl und Frequenz der therapeutischen Sitzungen. Manchmal genügen schon wenige Termine, um wesentliche Veränderungen zu bewirken.
Kommen Sie nicht zu spät.
Wenn immer die gleichen Konflikte schon über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte
bestehen, hat sich vieles schon stark verfestigt bzw. die Resignation ist nur
noch schwer zu überwinden. Ich sehe mich als Therapeutin in der Paartherapie
vor allem als jemand, der versucht, einen ins Stocken geratenen Fluss wieder
zum Fließen zu bringen. Es geht nicht darum, wer Schuld an etwas hat.
Wichtig ist, dass wieder Kontakt entsteht. Und noch wichtiger ist, dass man
sich überhaupt wieder zuhört. Wie hat man es geschafft, sich nicht
mehr zu verstehen? Was im Anderen bekämpft wird, ist oft auch in einem
selbst schwer zu ertragen.
Wir reagieren auf bestimmte Eigenarten des Partners wie auf ein "rotes
Tuch". Dies hat zwar mit dem Partner zu tun, oft aber auch mit früheren
frustrierenden oder verletzenden Erfahrungen. Deshalb ist es hilfreich, die
Beziehungsgestaltung in der Ursprungsfamilie zu reflektieren.
Wenn der Fluss wieder "gesund" ist und gut fließt, kann das
Paar die Lösungen für die Konflikte leichter aus sich heraus finden.
Die gegenwärtige problematische Kommunikation soll deutlich gemacht und
verstanden werden, damit etwas Neues entstehen kann:
Eine große Rolle in Beziehungsstörungen spielt die erlebte Andersartigkeit
des Anderen.
Er/Sie scheint immer fremder zu werden.
Erleben Sie diese Andersartigkeit wieder als reizvoll.
Je Paar und Problematik liegt die Frequenz zwischen 1 x / Woche bis mind. 1 x / Monat. Das Paar bestimmt gemeinsam die Anzahl der therapeutischen Sitzungen. Manchmal genügen schon wenige Termine, um wesentliche Veränderungen zu bewirken.
Innehalten und reflektieren kann oft viel Leid
ersparen;
denn in der Ruhe liegt die Kraft